Research Brief
Das Forschungszentrum der Deutschen Bundesbank veröffentlicht regelmäßig Neuigkeiten zu Studien und Diskussionspapieren von Forschern der Bundesbank.
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© Reza Estakhrian / gettyimagesRecht auf Teilzeitarbeit erhöht Arbeitseinkommen von Müttern Research Brief | 64. Ausgabe – April 2024
Flexible Arbeitszeitregelungen können Eltern helfen, familiäre und berufliche Anforderungen miteinander zu vereinbaren. In diesem Zusammenhang untersucht eine neue Studie, wie sich das gesetzliche Recht auf Teilzeitarbeit auf das Arbeitsangebot und das Arbeitseinkommen von anspruchsberechtigten Müttern auswirkt.
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© Adobe Stock / thebigland45Wie Haushaltsscannerdaten bei der Inflationsprognose helfen Research Brief | 63. Ausgabe – Januar 2024
Die Prognose der Inflationsrate für den jeweils laufenden Monat („Nowcasting“) ist für Zentralbanken und Marktteilnehmer von hoher Bedeutung, insbesondere in turbulenten Zeiten. In einer neuen Studie untersuchen Forscherinnen und Forscher, ob sich der Nowcast der monatlichen Inflationsrate in Deutschland mithilfe Millionen granularer, wöchentlicher Scannerdaten von privaten Haushalten und Techniken des Maschinellen Lernens (ML) verbessern lässt.
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© Arlekart / Adobe StockWelche Rolle spielen Energiepreise für die Inflationserwartungen von Haushalten und Unternehmen? Research Brief | 62. Ausgabe – November 2023
Erwarten Haushalte und Unternehmen eine höhere Inflationsrate in der Zukunft, wenn sie selbst kürzlich höhere Energiepreise zahlen mussten? Ein neues Forschungspapier zeigt, dass Haushalte ihre Inflationserwartungen erhöhen, wenn sie höhere Energiepreise zahlen müssen. Dieser Effekt ist nur bei weniger gut informierten Haushalten vorhanden und kann bei Unternehmen in dieser Studie nicht festgestellt werden. Höhere Inflationserwartungen können individuelle Konsumentscheidungen beeinflussen und damit auch die aggregierte Nachfrage.
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© Nils ThiesTransmission der Zinserhöhungen hängt von der Höhe der Zentralbankreserven von Banken ab Research Brief | 61. Ausgabe – Oktober 2023
Banken mit umfangreichen Zentralbankreserven erzielen im jüngsten Zinserhöhungszyklus der Europäischen Zentralbank (EZB) Erträge aus ihrer Reservehaltung. Dies könnte dazu führen, dass sich die geldpolitische Straffung weniger stark auf das Kreditangebot dieser Banken auswirkt, als dies bei anderen Banken der Fall ist. Diese Hypothese wird in einer neuen Studie (Fricke, Greppmair, Paludkiewicz, 2023) mithilfe des neuen AnaCredit-Datensatzes – eines euroraumweit harmonisierten Kreditregisters – untersucht.
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© Robert Herhold/AdobeStockKaufen oder mieten? Wie Eigenkapitalanforderungen für private Haushalte die Entscheidungen bei der Eigenheimfinanzierung beeinflussen Research Brief | 60. Ausgabe – August 2023
Manche Privathaushalte bringen nur wenig Eigenkapital in einen kreditfinanzierten Immobilienerwerb ein. Kommt es dann zum Kreditausfall, können bei den Kreditgebern Verluste anfallen. Betrifft das Problem viele Kreditgeber, gefährdet dies möglicherweise die Finanzstabilität. Mindestanforderungen an das von Haushalten einzubringende Eigenkapital können eventuell entstehende Verluste begrenzen. Jedoch würden dadurch einige Haushalte keinen Kredit mehr in der gewünschten Höhe erhalten. Eine Untersuchung der Bundesbank zeigt, dass ein Großteil der davon betroffenen kaufinteressierten Haushalte bereit ist, in diesem Fall eine günstigere Immobilie zu kaufen oder mehr Eigenkapital anzusparen, um zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen. Die Auswirkungen auf den Eigentumserwerb dürften also in der mittleren Frist geringer sein als kurzfristig.