Der Krieg im Nahen Osten belastet die deutsche Wirtschaft und bremst die im Winterhalbjahr begonnene Erholung vorerst aus, heißt es in der aktuellen Deutschland-Prognose der Bundesbank. Bundesbankpräsident Joachim Nagel ist dennoch zuversichtlich: In unserem Prognosezeitraum bis 2028 gewinnt die Konjunktur wieder an Fahrt, sagte er zur Vorstellung der Deutschland-Prognose. Die Inflationsrate werde der Prognose zufolge 2026 und 2027 auf beinahe 3 Prozent ansteigen und erst 2028 wieder unter knapp zwei Prozent liegen.
Geringe Nettoemissionen am deutschen Rentenmarkt im April 2026
11.06.2026
Pressenotiz
Deutsche Bundesbank
Das Brutto-Emissionsvolumen am deutschen Rentenmarkt lag im April mit 135,0 Mrd € über dem Niveau des Vormonats (118,8 Mrd €). Nach Abzug der Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten erhöhte sich der Umlauf heimischer Rentenwerte im Ergebnis um 3,7 Mrd €. Ausländische Schuldtitel wurden am deutschen Markt im Umfang von 10,3 Mrd € abgesetzt. Insgesamt stieg der Umlauf von Schuldverschreibungen in Deutschland im April damit um 14,0 Mrd €.
Die deutsche Leistungsbilanz verzeichnete im April 2026 einen Überschuss von 13,8 Mrd €. Das Ergebnis lag um 10,7 Mrd € unter dem Niveau des Vormonats. Dahinter standen geringere Überschüsse im Warenhandel und im Bereich der „unsichtbaren“ Leistungstransaktionen, die neben Dienstleistungen auch Primär- und Sekundäreinkommen umfassen.
Die deutsche Leistungsbilanz verzeichnete im März 2026 einen Überschuss von 23,6 Mrd €. Das Ergebnis lag um 3,1 Mrd € über dem Niveau des Vormonats. Zwar gab das Plus im Warenhandel nach. Kräftiger jedoch weitete sich der Aktivsaldo im Bereich der „unsichtbaren“ Leistungstransaktionen aus, die neben Dienstleistungen auch Primär- und Sekundäreinkommen umfassen.
Die Preise für Gewerbeimmobilien in Deutschland sind im ersten Quartal 2026 um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Damit setzte sich die Aufwärtsbewegung, die Mitte 2024 begonnen hatte, fast unverändert fort.
Bestandsangaben über Direktinvestitionen im Jahr 2024
Zum Jahresende 2024 erhöhten sich die deutschen Direktinvestitionsbestände in den direkten ausländischen Investitionsobjekten (Darstellung nach Immediate Host Economy, IHE) gegenüber Ende 2023 im Saldo nur geringfügig, von 1 727 Mrd € auf 1 750 Mrd €. Der größte Anteil entfiel – wie auch in den Vorjahren – auf das Beteiligungskapital mit 1 884 Mrd €. Die Kreditpositionen deutscher Investoren im Ausland reduzierten die Direktinvestitionsbestände im Saldo um 134 Mrd €, da Forderungen in Höhe von 428 Mrd € durch Verbindlichkeiten in Höhe von 562 Mrd € überkompensiert wurden.
Geldvermögensbildung und Außenfinanzierung in Deutschland im vierten Quartal 2025
Sektorale Ergebnisse der gesamtwirtschaftlichen Finanzierungsrechnung
Das Geldvermögen der privaten Haushalte ist im vierten Quartal 2025 deutlich gestiegen und lag zum Jahresende bei 9.504 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorquartal nahm es um 148 Milliarden Euro zu. Die Haushalte bauten Forderungen im Umfang von 78 Milliarden Euro auf und erzielten Bewertungsgewinne in Höhe von 70 Milliarden Euro.