Hauptmerkmale

Das Design der Euro-Banknoten hat sich mit der Einführung der zweiten Banknotenserie, der so genannten Europa-Serie, nicht grundlegend geändert. Auch die Euro-Banknoten der zweiten Serie weisen hinsichtlich des Leitmotivs, das durch fiktive Türen, Tore und Brücken aus verschiedenen europäischen Stilepochen dargestellt wird, und der Hauptfarben grundsätzlich die Merkmale der ersten Euro-Serie auf.

Durch die Integration neuer und verbesserter Sicherheitsmerkmale wurden die neuen Euro-Banknoten leicht modifiziert. So sind sie z. B. farblich kräftiger und kontrastreicher gestaltet und mit der Smaragdzahl, einem „Porträtfenster“ (ab der 20-Euro-Banknote) und einem „Satellitenhologramm“ (100- und 200-Euro-Banknote) im Folienstreifen sowie dem Porträt der phönizischen Königstochter „Europa“, einer Gestalt aus der griechischen Mythologie, im Wasserzeichen und als Hologramm auf dem silberfarbenen Folienstreifen ergänzt worden.

Beschreibung der Banknoten-Vorderseite

Am linken und rechten Rand befinden sich jeweils eine Reihe kurzer, parallel verlaufender erhabener Linien. Je nach Stückelung sind diese Linien entweder durchgehend (5 und 50 Euro) oder in der Mitte einmal (10 und 100 Euro) bzw. zweimal (20 und 200 Euro) fühlbar unterbrochen. Diese Linien stellen somit insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen ein Merkmal dar, das zusammen mit dem Format der Banknoten auch diesem Personenkreis eine zweifelsfreie Unterscheidung der einzelnen Stückelungen ermöglicht. Ebenso sind das Architekturmotiv, die Schrift und die große Wertzahl als Relief ertastbar.

Am linken Rand der Banknote sind die Abkürzungen der Europäischen Zentralbank (EZB) in verschiedenen Sprachen erhaben eingeprägt, links daneben das Zeichen © als Hinweis auf das Urheberrecht der EZB an den Euro-Banknoten und rechts daneben vertikal das Jahr, in dem die jeweilige Stückelung erstmals in Umlauf gebracht wurde. Daneben befindet sich unter der EU-Flagge die Faksimile-Unterschrift des zum Zeitpunkt des Druckauftrags amtierenden Präsidenten der EZB. In der linken unteren Ecke der Banknote ist die Wertzahl mit einer Spezialfarbe aufgedruckt, deren Farbe je nach Betrachtungswinkel von Smaragdgrün zu Tiefblau wechselt und die beim Kippen der Banknote zusätzlich durch einen Lichtbalken auf- und abbewegt wird (sog. „Smaragdzahl“). Bei den beiden hohen Stückelungen sind auf der Smaragdzahl zusätzlich €-Symbole zu erkennen.

Ein silberfarbener Folienstreifen am rechten Rand der Banknote zeigt (von oben nach unten) verschiedene holografische Strukturen: Das €-Symbol, das Porträt der „Europa“ sowie das Architekturmotiv und die Wertzahl der Banknote. Ab der 20-Euro-Banknote ist das Porträt der Europa" im so genannten Porträtfenster" zu sehen: Wird die Banknote gegen das Licht gehalten, wird dieser Teil des Hologramms durchsichtig und das Porträt erscheint im Fenster. Auf der 100-€- und der 200-€-Banknote ist darüber hinaus am oberen Ende des Hologrammstreifens ein so genanntes Satellitenhologramm" zu sehen. Beim Kippen der Banknote erscheinen €-Symbole, die sich um die Wertzahl bewegen.

An verschiedenen Stellen des Banknotenmotivs befinden sich winzige, gestochen scharfe Schriftzeichen (Mikroschrift), die mit einer Lupe gut lesbar sind.

Unter UV-Licht leuchten die Sterne der Europaflagge, die kleinen Kreise, die großen Sterne und einige andere Stellen gelb auf.

Beschreibung der Banknoten-Rückseite

IIn der Mitte der Banknote befindet sich der Glanzstreifen. Je nach Betrachtungswinkel erscheint der Glanzstreifen golden glänzend oder als fast unsichtbarer Schatten. Er weist Aussparungen in Form des €-Symbols und der Wertzahl auf.

Ab der 20-Euro-Banknote ist auf der linken Seite das „Porträtfenster“ zu sehen: Bei Betrachtung der Rückseite gegen das Licht ist das Porträt der „Europa“ zu sehen. Beim Kippen der Banknote werden im Fenster mehrere regenbogenfarbene Wertzahlen sichtbar.

Die Seriennummer der Banknote (bestehend aus zwei Buchstaben und zehn Ziffern, von denen die letzte die Prüfziffer ist) befindet sich horizontal in der rechten oberen Ecke; die letzten sechs Ziffern der Seriennummer sind nochmals vertikal am unteren Rand der Banknote mittig aufgedruckt.

An einigen Stellen des Druckbildes sind, wie auf der Vorderseite, mit Hilfe einer Lupe Zeichen in Mikroschrift erkennbar.

Unter UV-Licht fluoreszieren die horizontale Seriennummer und der Glanzstreifen rotorange. Ein Viertelkreis in der Mitte der Banknote sowie weitere Teile des Druckbildes leuchten grün. Unter Infrarotlicht sind nur die Wertzahl und die horizontale Seriennummer sichtbar.