Jessica ©privat

Aus der Geschäftsbank in die Zentralbank Traineeprogramm – Bachelor

Ich bin Jessica und arbeite in einer Filiale der Bundesbank. Ins Berufsleben bin ich mit einer klassischen Banklehre gestartet. Da mich das Finanzwesen sehr interessiert, habe ich anschließend ein BWL-Studium absolviert. Durch Zufall bin ich auf die Stellenanzeige der Bundesbank gestoßen, in der ein Traineeprogramm für Bachelor in der Nähe meines Wohnortes angeboten wurde. Dieses Programm hat mir nicht nur Einblicke in die Arbeit der Filiale verschafft, sondern auch in verschiedene Abteilungen der Zentrale und der Hauptverwaltung. Ergänzt wurde das Programm durch Lehrgänge im Schulungszentrum der Bundesbank in Eltville. 

Direkt im Anschluss an das Traineeprogramm habe ich eine Stelle im Leitungsteam in der Geldbearbeitung der Filiale erhalten. Da sich schon bald abzeichnete, dass ich künftig als Leiterin der Verwaltung der Filiale eingesetzt werden sollte, habe ich eine Weiterbildung zur Facility Managerin gemacht. Als Leiterin der Verwaltung habe ich viele verschiedene Aufgaben mit meinem Team zu erledigen. Neben Personalangelegenheiten für meine Teammitglieder*innen, Bauanträgen, Kontakten mit Handwerkern und der Verwaltung unserer Gästeappartements, bin ich für die technische Funktionsfähigkeit der Filiale verantwortlich. 

In der Filiale muss alles reibungslos funktionieren, damit meine Kolleg*innen ihre Aufgaben erledigen können und Ein- und Auszahlungen der Banken oder Wertdienstleister ohne Verzögerungen durchgeführt werden können. 

An meiner Arbeit schätze ich besonders die Vielfältigkeit. Kein Tag gleicht dem anderen und es gefällt mir, dass ich oft morgens noch nicht weiß, was an diesem Tag auf mich zukommen wird. Allerdings drehen sich meine Gedanken um manche Vorgänge auch noch auf dem Weg nach Hause. Ich arbeite überwiegend in der Bank, da ich ansprechbar sein möchte und mich um viele Angelegenheiten vor Ort kümmere. In geringem Umfang ist es auch mal möglich, Vorgänge im Homeoffice zu bearbeiten. 

Schön finde ich, dass der Zusammenhalt hier in der Filiale so gut ist. Die Beschäftigten hier sind wie eine Familie. Wenn jemand etwas zu feiern hat, gibt es oft Kuchen, belegte Brötchen oder auch einmal ein 3-Gänge-Menü in der Pause. Ein Wechsel zur Hauptverwaltung oder Zentrale ist für mich undenkbar. Dass ich die Jüngste in meinem Team bin, ist für meine Kolleg*innen kein Problem. Ich profitiere von der Erfahrung der Älteren und kann im Gegenzug häufig bei Schwierigkeiten mit der IT helfen. 

Mit einem Schmunzeln denke ich an meinen ersten Tag in der Bank zurück. Wie ich es von meiner Ausbildung gewohnt war, bin ich im Kostüm zur Arbeit erschienen und war damit ziemlich overdressed. In der Verwaltung und Geldbearbeitung ist aber auch körperliche Arbeit gefragt. Deshalb komme ich jetzt auch ganz bequem in Jeans und T-Shirt zur Arbeit.