Die Deutsche Bundesbank hat im Jahr 2025 knapp 68.000 falsche Euro-Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt[1]. Damit sank die Zahl der gefälschten Banknoten gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent. Der entstandene Schaden betrug 4 Millionen Euro und damit gut 11 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2024 lag der Schaden noch bei 4,5 Millionen Euro.
Die deutlich niedrigere Schadenssumme ist auf einen spürbaren Rückgang der Fälschungen von 100- und 200-Euro-Banknoten zurückzuführen. Die Täter haben sich vor allem auf einfache Fälschungen mit mittlerem Nennwert konzentriert, sagte Burkhard Balz, im Vorstand der Bundesbank unter anderem zuständig für Bargeld. Insgesamt bleibt das Falschgeldaufkommen weiter niedrig: Rein rechnerisch entfielen 2025 acht falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner, so Balz.
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Fälschungen in Deutschland auf die einzelnen Nennwerte im Jahr 2025 und die jeweilige Veränderung im Vergleich zum Jahr 2024:
Noten
Anzahl
Anteil (gerundet)
Veränderung zumVorjahr
5 €
1.291
2 %
+ 27 %
10 €
3.502
5 %
− 26 %
20 €
16.198
24 %
− 21 %
50 €
33.956
50 %
+17 %
100 €
9.265
14 %
− 11 %
200 €
2.954
4 %
− 49 %
500 €
797
1 %
+ 4 %
Gesamt
67.963
Die Anzahl der Fälschungen lag im zweiten Halbjahr 2025 mit rund 31.350 Stück niedriger als im ersten Halbjahr (36.600 Stück).
Ein großer Anteil der Fälschungen war wie in den Vorjahren sehr leicht erkennbar. Die Banknoten hatten teilweise die Aufdrucke „MovieMoney“ oder „Prop copy“ und wiesen keinerlei Nachahmungen der Sicherheitsmerkmale auf. Neu ist, dass mit diesen einfachen Fälschungen zunehmend auch 50-Euro-Noten imitiert werden. Bisher wurden vor allem 10- und 20-Euro-Banknoten auf diese Art gefälscht“, sagte Balz. Aufmerksamkeit sei aber bei allen Nennwerten geboten.
Weniger gefälschte Münzen
Im Jahr 2025 hat die Bundesbank rund 128.100 falsche Münzen aus dem Verkehr gezogen. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei rund 141.300 falschen Münzen, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 9,3 Prozent bedeutet. Damit entfielen in Deutschland rechnerisch fünfzehn falsche Münzen auf 10.000 Einwohner.
Die Fälschungen traten ausschließlich bei den drei höchsten Stückelungen auf und verteilten sich im Jahr 2025 wie folgt:
Münzen
Anzahl
Anteil (gerundet)
50 Cent
1.114
1 %
1 €
9.962
8 %
2 €
117.056
91 %
Gesamt
128.132
Mit rund 59.700 Stück lag die Zahl falscher Münzen im zweiten Halbjahr deutlich unter der im ersten Halbjahr 2025 registrierten Anzahl (rund 68.400 Fälschungen).
Falschgeld erkennen
Da Falschgeld nicht ersetzt wird, sollten Banknoten nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ geprüft werden. Dabei empfiehlt es sich, eine verdächtige Banknote mit einer zweifelsfrei echten zu vergleichen und stets mehrere Sicherheitsmerkmale zu betrachten.
Die meisten gefälschten Banknoten können bei aufmerksamer Betrachtung leicht erkannt werden. Insbesondere eine fehlende Griffigkeit des Papiers, ein fehlendes Wasserzeichen oder ein fehlender Farbwechseleffekt der sogenannten Smaragdzahl fallen oft sofort auf.
Falsche Münzen hingegen weisen häufig eine unsaubere oder verschwommene Prägung auf und sind im Gegensatz zu den nur schwach magnetischen 1- und 2-Euro-Münzen meistens stark oder gar nicht magnetisch.
Ausführliche Informationen darüber, woran falsche Banknoten und Münzen zu erkennen sind, werden auf den Internetseiten der Bundesbank, der EZB sowie der Polizei zur Verfügung gestellt.
Falschgeldprävention
Die Bundesbank bietet über ihr Filialnetz unentgeltliche Schulungen zur Falschgeldprävention für Kreditwirtschaft, Einzelhandel und andere Interessierte an. Zusätzlich können über die Internetseite der Bundesbank unten stehende Lernprogramme aufgerufen werden. Weiterhin können kostenlos Informationsmaterialien (Broschüren und Poster) bei der Bundesbank bestellt werden.
Fußnoten
Dies bedeutet, dass diese Banknoten als Zahlungsmittel verwendet wurden. Das Bundeskriminalamt veröffentlicht darüber hinaus jährlich einen Bericht mit weiteren Informationen zu polizeilichen Anhaltungen von Falschgeld.