Graph mit Stift ©Michael Bodmann / Getty Images

Harmonisierter Verbraucherpreisindex

Inflationsupdate

Im März 2026 stieg die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als prozentuale Veränderung des HVPI zum Vorjahresmonat – den amtlichen Schätzwerten zufolge kräftig auf 2,8 % von 2,0 % im Februar. Die Teuerung bei Energie zog stark an. Bei Nahrungsmitteln, Industriegütern ohne Energie sowie Dienstleistungen verblieb sie dagegen etwa auf dem Niveau des Vormonats. Die Kerninflation (HVPI ohne Energie und Nahrungsmittel) betrug entsprechend ebenfalls weiterhin 2,5 %.

Die nächste Aktualisierung erfolgt am 16.04.2026 (endgültige HVPI-Ergebnisse März 2026).

Position

Veränderung gegenüber dem Vorjahr (in %)

Mittel1 (in %)

Gewicht (in %)

Mrz 26Feb 26Jan 261999 −⁠ 20252026

HVPI (Deutschland)

+⁠ 2,8

+⁠ 2,0

+⁠ 2,1

+⁠ 2,0

100,0

Energie

+⁠ 6,3

−⁠ 2,2

−⁠ 1,9

+⁠ 4,0

9,0

HVPI ohne Energie

+⁠ 2,4

+⁠ 2,4

+⁠ 2,5

+⁠ 1,7

91,0

Nahrungsmittel2

+⁠ 2,1

+⁠ 2,1

+⁠ 2,9

+⁠ 2,7

16,3

HVPI ohne Energie und Nahrungsmittel

+⁠ 2,5

+⁠ 2,5

+⁠ 2,4

+⁠ 1,5

74,7

Industrieerzeugnisse3

+⁠ 0,9

+⁠ 0,9

+⁠ 0,6

+⁠ 1,0

27,8

Dienstleistungen

+⁠ 3,6

+⁠ 3,5

+⁠ 3,5

+⁠ 1,8

46,9

VPI (Deutschland)

+⁠ 2,7

+⁠ 1,9

+⁠ 2,1

+⁠ 1,9

 

Quellen: Statistisches Bundesamt, Eurostat, eigene Berechnung.
1 Langjähriger geometrischer Mittelwert. 2 Einschließlich Alkohol und Tabak. 3 Ohne Energie.

Hintergrund

Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist die zentrale Messgröße zur Beurteilung von Preisstabilität im Euroraum. Der HVPI misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Preisstabilität im Euroraum wird anhand der Veränderungsrate des HVPI gegenüber dem Vorjahr beurteilt. Die HVPI-Vorjahresrate wird hier auch als Inflationsrate bezeichnet. Der HVPI für den Euroraum wird aus den HVPIs der Euroraum-Länder berechnet.

Grundsätzlich wird der HVPI für die Länder des Euroraums aus dem Datenmaterial der jeweiligen nationalen Verbraucherpreisindizes (VPI) nach harmonisierten Konzepten und Methoden monatlich ermittelt. Das Statistische Bundesamt berechnet die HVPI-Angaben für Deutschland.

In Deutschland unterscheidet sich der HVPI vom nationalen VPI vor allem, weil im HVPI den europäischen Methodenrichtlinien zufolge die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum nicht enthalten sind. Dadurch haben Dienstleistungen im HVPI ein kleineres Gewicht als im VPI. Entsprechend können sich abweichende Preistrends von Waren und Dienstleistungen unterschiedlich auf den HVPI und den VPI auswirken.

Die Daten werden generell von Eurostat übernommen. Bietet das Statistische Bundesamt jedoch einen aktuelleren Schätzwert an, wird dieser als letzter Datenpunkt verwendet. Die HVPI-Vorjahresraten von Eurostat können von jenen des Statistischen Bundesamtes aufgrund unterschiedlicher Rundungsverfahren der Indexstände abweichen.